
CSU-OV
LichtenhofAm südlichen Ende der "Großen Straße" wurde ab 1938 mit dem Bau des ca. 800 x 1000 Meter großen "Märzfeldes" begonnen. Der Name dieses weiteren, riesigen Aufmarschgeländes sollte an die Wiedererlangung der Wehrhoheit des Deutschen Reiches im März 1935 erinnern. Das Feld selbst war -- vergleichbar mit dem Zeppelinfeld -- als Veranstaltungsort für Aufmärsche und Schauinszenierungen der Wehrmacht vorgesehen.
Das Märzfeld sollte ringsum von etwa 14 Meter hohen
Zuschauertribünen (für etwa 160.000 Personen) umgeben sein,
wobei diese Tribünen in regelmäßigen Abständen durch 26 je 40
Meter hohe Türme unterteilt worden wären. In der Mitte der
Südostflanke war eine insgesamt etwa 60 Meter hohen
Ehrentribüne vorgesehen, welche von einer Figurengruppe gekrönt
worden wäre: Diese von Josef Thorak geschaffene Statuengruppe
sollte in der Mitte eine weibliche Allegorie des Sieges
darstellen.
Bis zum Kriegsbeginn 1939 wurde das Märzfeld zu einem Drittel fertiggestellt: Elf der geplanten 26 Türme waren bis zu diesem Zeitpunkt errichtet worden.
In den
Nachkriegsjahren wurde das Märzfeld von der Amerikanischen Armee
als Lagerareal und als kleiner Truppenübungsplatz genutzt. Mitte
der Sechziger Jahre ging das Gelände an die Stadt Nürnberg
über; die Märzfeldtürme wurden in den Jahren 1966/67 gesprengt
und das Bruchsteinmaterial zu Lärmschutzwällen verbaut bzw. als
Terrassenplatten verkauft. Heute befindet sich auf dem ehemaligen
Märzfeldareal u.a. die "Nachbarschaft Paula" als Teil
der Trabantenstadt Langwasser.
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Märzfeld"
* Dr. A. Baier; last update: Dienstag, 30. Oktober 2001 20:33