CSU-OV Lichtenhof


Die Südstadt im Aufbruch

Die weitreichenden Vorstellungen werden von der CSU-Stadtratsfraktion unterstützt

Modell des "Südstadt-Towers"Die Nürnberger Südstadt steht vor einer gewaltigen Erneuerung. Ihre Stadtteile sollen in den nächsten Jahren verstärkt gefördert und dadurch attraktiver gestaltet werden. Die CSU-Stadtratsfraktion hat sich dabei zum Ziel gesetzt, die südlichen Stadtteile wieder wohnlicher und vor allem lebenswerter zu gestalten. Das Vorhaben ist in der Öffentlichkeit und vor allem bei den betroffenen Bewohnern auf eine lebhafte Resonanz gestoßen. Inzwischen wurde das Projekt in die EU-Ziel-2-Förderung aufgenommen und damit auf eine realistische Grundlage gestellt. Eine CSU-Arbeitsgruppe, der die Stadträte Claudia Thoma, Klaus Mägerlein und Rita Heinemann angehören, unterstützt die einzelnen Projekte nachdrücklich.

Im Rahmen einer breit angelegten Neustrukturierung werden dabei im einzelnen vorgeschlagen:

Grünflächenprogramm

Vorgesehen sind u.a. die Gestaltung von Anlagen, Parks und Westentaschenparks, um eine stärkere Begrünung zu erreichen. Dazu gehören die Erneuerung des Annaparks sowie die Neugestaltung von Maffeiplatz und Schuckertplatz.

Aufseßplatz

Dieser zentrale Platz soll ein neues Gesicht erhalten und entsprechend umgestaltet werden. Geplant werden Marktstände und die Eröffnung eines Regionalkaufhauses.Der Fußgängertunnel beim Südstadtpark soll städtebaulich aufgewertet werden, um als Verbindungsglied zwischen Altstadt und Südstadt zu wirken.

Projektierungen

Gedacht wird an eine weiträumige Flächenaufbereitung, um dadurch zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten zu gewinnen und insbesondere Betriebsgelände für neu anzusiedelnde Betriebe erschließen zu können.

Bildung und Qualifizierung

Auf der Agenda steht auch die Einrichtung eines Bildungs- und Qualifizierungszentrums, dem höchste Priorität zugesprochen wird. Es sind verschiedene Standorte in der Südstadt im Gespräch (z.B. das Gelände der NOA in der Peter-Henlein-Straße). Hier könnten die einzelnen Einrichtungen der NOA und eventuell auch das geplante Senioren-Kompetenz­Zentrum unter einem Dach zusammengefasst werden.

Südbad

Einen hohen Rang haben auch Erneuerung und Ausbau des Südbades. Hierbei geht es nicht nur um einen sportgerechten Ausbau, sondern auch und vor allem um die Aufwertung zum Freizeitbad. Dafür können Mittel aus der Sportstättenförderung beansprucht werden.

Südausgang am Bahnhof

Neu gestaltet werden muss auch der Bahnhofsausgang zur Südseite. Der jetzige Zustand ist wenig attraktiv und bedarf der raschen Renovierung. Dies dürfte eine Gemeinschaftsaufgabe von Bahn und Stadt werden, wenn der Bahnhofsumbau abgeschlossen ist.

Hubertussaal

Im Zuge der Stadterneuerung kommt der Bereitstellung eines Bürgersaals große Bedeutung zu. Als Lösung könnte ein Umbau des Hubertussaals in Betracht kommen.

Bahnunterführung

Die Sanierung des Tunnels Julius-Loßmann-Straße wird eher skeptisch betrachtet. Auch nach Meinung des Bürgervereins ist diese derzeit nicht dringlich, zumal damit die Entstehung eines Schleichweges für Schwerlaster befürchtet wird. Ein solches Vorhaben fiele zudem in die Zuständigkeit der Bahn.

Frankenschnellweg

Mit dem geplanten Bau der Frankenröhre wird der Lärmschutz entlang des gesamten Frankenschnellweges verbessert. Dies kommt auch den Anwohnern in der Südstadt zugute, deren Lebens- und Wohnqualität dadurch merklich erhöht wird.

ÖPNV unterirdisch

In der Landgrabenstraße und Wölckernstraße soll für öffentliche Verkehrsmittel langfristig eine unterirdische Trassenführung geplant werden.

Tafelfeldstraße

Zu den verschiedenen Straßenbaumaßnahmen gehört auch eine grundlegende Sanierung der Tafelfeldstraße, die eine wichtige Verbindung zur Altstadt darstellt. Die bereits fortgeschrittenen Planungen sehen einen Beginn der Baumaßnahmen noch für 2001 vor.

Humboldtstraße

In den Planungen erhält auch die Humboldtstraße zentrale Bedeutung für die Südstadt. Diese soll zu einem "grünen Band der Südstadt" umgestaltet werden.

Schulhofumgestaltung

Wie in anderen Teilen der Stadt besteht auch für die Südstadt die Absicht, geeignete Schulhöfe in jeder Zeit zugängliche Spielhöfe umzuwandeln. Damit werden vermehrt Spiel- und Sportmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche geschaffen.

Neue Nutzung

Reichlich Gestaltungsmöglichkeiten bietet auch das bisherige Gelände von MAN und Trafo-Union. Gedacht wird beispielsweise an eine Verlegung des VAG-Betriebshofes, der hier einen günstigen Standort finden würde. Auch wird der auf diesem Gelände vorgesehene neue Tower zu einer Aufwertung dieses Gebietes und der Südstadt beitragen.

Soziale Stadt

Das Gebiet am Hasenbuck liegt ebenfalls im EU-Ziel-2-Gebiet. Ganz konkret soll hier im Rahmen der "Grünoffensive Südstadt" eine Aufwertung der Wohnqualität erreicht werden. Sowohl das städtische Wirtschaftsreferat als auch das Sozialreferat sind hiermit befasst.

Die vorgeschlagenen Projekte bedürfen der weiteren Diskussion und Abstimmung. Der CSU-Stadtratsfraktion ist vor allem daran gelegen, an den Planungen nicht nur die Fachleute, sondern auch die Stadtteilbewohner aktiv zu beteiligen. Das ehrgeizige Programm kann nur gelingen, wenn sich die Bürger mit den Vorhaben identifizieren.

Quelle: Der Nürnberger 5, 2001: 2 Stadträtin Claudia THOMA, Stadtrat Klaus MÄGERLEIN


* Dr. A. Baier

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